Ausbildung in der Gruppentherapie
Ausbildungsperspektive

Michael Hayne, Bonn


1. Toleranz für Andere beginnt beim Lehrenden selbst


Wenn ich als Psychoanalytiker und als Gruppenanalytiker versuche, etwas Brauchbares zu Ausbildungsfragen in der Gruppentherapie zu äußern, habe ich natürlich naheliegende Schwierigkeiten. Ich kann und will nicht nur für die psychoanalytische Schule reden, bin aber dennoch für die Ausbildungssituation in den Nachbarschulen kein wirklicher Experte. Freilich kann ich zumindest sagen, dass ich schon einige Blicke über den eigenen "Tellerrand" geworfen habe. So konnte ich Erfahrungen in Gruppendynamik, Psychodrama, Transaktionsanalyse, Körpertherapie und Gestalttherapie (und zwar jeweils als Gruppenverfahren) sammeln. Außerdem fühle ich mich einigermaßen vertraut mit der psychoanalytisch - systemischen Gruppen- und Familientherapie (vgl. Fürstenau, 1992) sowie insbesondere mit der kontextuellen Familientherapie (Boszormenyi-Nagy und Krasner, 1986): Ich erwähne hier auch die Familientherapie, weil sie natürlich ebenfalls als eine Form der Gruppentherapie gesehen werden kann. Es bleibt aber zu betonen, dass ich in all diesen anderen Gebieten keine Ausbildungskompetenz habe, so dass meine Urteile nur von begrenztem Wert sind.


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