Die Großgruppe
Josef Shaked, Wien

(Gastvortrag beim GRAS in Bad Nauheim am 17.3.1991)


Vielleicht wäre es am zweckmäßigsten, wenn ich mit der Beschreibung des Settings in den Workshops in Altaussee, wo wir unsere Großgruppen abhalten, beginne. Wir haben zweimal täglich, morgens und abends, Kleingruppensitzungen. Nachmittags finden Theorie- und Supervisionsgruppen, sowie Teamsitzungen, statt. Jeden Vormittag trifft sich die Großgruppe zusammen, für acht Sitzungen insgesamt, wobei der gesamte Workshop, der acht Tage dauert, mit der Großgruppe beginnt und endet. Unsere Begründung dafür ist, dass die Großgruppe jenes analytische Setting ist, das alle Teilnehmer verbindet. Sie lernen sich also kennen und verabschieden sich von der Veranstaltung in einem gemeinsamen analytischen Rahmen. Ursprünglich nahmen auch die Kleingruppenleiter an der Großgruppe Teil. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass dadurch schwer analysierbare Spaltungstendenzen in der Großgruppe entstanden sind, die Kleingruppenmitglieder haben eine positive oder negative Übertragungen auf ihre jeweiligen Kleingruppenleiter, die sie in der Großgruppe gelegentlich Aussteigern. Die Kleingruppenleiter konnten sich ihrerseits diesem Sog der Projektionen. Mit denen sie massiv konfrontiert wurden, schwer entziehen.

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