Was in dem einen latent ist, tritt in dem anderen manifest hervor.
Einige historische Bemerkungen über den Beitrag
von S.H. FOULKES zur Psychotherapie

Michael Hayne, Bonn


FOULKES fand es unnatürlich, Psychotherapie unter vier Augen zu veranstalten. Für ihn war ganz klar, psychische Störungen entstehen charakteristischerweise nicht nur zwischen zwei Menschen. Selbst die Traumatisierung durch eine einzige Person, so können wir in der Tat heute hinzufügen, ist ein Ereignis, das sich nur scheinbar zwischen Zweien abspielt. Der "Onkel", der ein Kind missbraucht, bewegt sich zuvor innerhalb der Familie, die dem Kind Vertrauen vermittelt: im innerem Feld der Familie oft, oder aber er erwirbt typischerweise den Anschein von Vertrauenswürdigkeit an der Peripherie von Familie oder Nachbarschaft.

Aber auch Neurosen, psychosomatische Erkrankungen, ja, schizophrene Psychosen entstehen, so sehen wir es heute, eben nicht durch die "kalte", "uneinfühlsame", "schizophrenogene" usw. Mutter, wie es Lehrbücher jahrzehntelang vertraten: Mütter sind Teil ihres sozialen Feldes, ihrer Ehe- und Familiendynamik und gestalten die Beziehung zu ihrem Baby von vornherein im Rahmen der eigenen Beziehungen.

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