Der Beitrag von W.R. Bion zur psychoanalytischen Gruppentherapie

Erwin Lemche, Dresden


1. Lebensdaten und Werkübersicht
Wilfred Ruprecht Bion (1897-1981) verbrachte seine Kindheit in Indien bevor er erst als Achtjähriger ins kalte England kommt, um dort die prep school zu besuchen. Von großer Körpergestalt, tut er sich sowohl auf sportlichem wie auf intellektuellem Gebiete hervor; seine Art wird als lakonisch, süffisant und schmunzelnd beschrieben (Anonymus in Pines 1985). 1915 meldet er sich als Kriegsfreiwilliger, überlebt jedoch nur als einer von zweien seiner gesamten Einheit. Hochdekoriert wird er 1918 in die "Legion of Honour" aufgenommen für eine "Heldentat": Er kletterte aus seinem liegengebliebenen Tank, welcher unter schwerem Beschuß stand, und zerstörte die feindliche Stellung mit einer Handgranate. Bereits 1920 schließt er ein Studium der Geschichte in Oxford mit dem Magister ab. Nach seiner ersten Freud-Lektüre 1920 entscheidet er sich für ein Studium der Medizin in London. Anschließend folgt die Psychiatrie-Weiterbildung und 1938 die Lehranalyse (Trist 1985). Im zweiten Weltkrieg entwickelt er als Stabsarzt der Armee die "leaderless group", zunächst als ein Verfahren zur Offiziersauslese. Nach dem Kriege gehört er der Tavistock Clinic an, von 1962 bis 1965 ist er Präsident der British Psycho-analytical Society. 1968 geht er für zwölf Jahre nach Californien, er hält Gastvorlesungen in New York und Sao Paolo (die auch als Buch erschienen sind). 1981 entschließt er sich, nochmals ins kalte England zurückzukehren, stirbt jedoch wenige Monate nach seiner Wiederkehr.

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