IAG
INTERNATIONALE ARBEITSGEMEINSCHAFT
FÜR GRUPPENANALYSE


Aus- und Weiterbildungsordnung1

Vorbemerkung:

Ärztliche Teilnehmer unserer Workshops, die sich in der Weiterbildung zum/zur Facharzt/Fachärztin befinden, bitten wir, sich die Teilnahme zwecks Durchführung der eigenen Selbsterfahrung vom Weiterbildungsleiter genehmigen zu lassen. In der Regel ist Leiter der Weiterbildung der zur Weiterbildung befugte Arzt einer Klinik, in der unsere Teilnehmer als Assistenzärzte tätig sind, meist also der leitende Arzt oder Oberarzt. Dieser stellt nach Erfüllung der verschiedenen Facharzt-Weiterbildungsteile dem Assistenzarzt eine Gesamtbescheinigung zur Vorlage bei der Ärztekammer aus. Bitte sprechen Sie sich mit dem Weiterbildungsleiter darüber ab, ob er Ihnen ein Gesamtzeugnis ausstellen wird, dessen Teil die Selbsterfahrung in unseren Altausseer Workshops dann ist, oder ob Sie gehalten sind, Einzelnachweise an Ihre Ärztekammer zu schicken. In der Regel wird die Teilnahmebescheinigung über die Selbsterfahrung in Altaussee zu einem Teil der Gesamtbescheinigung durch den leitenden Arzt.
Wichtige Ausnahme bezüglich der Anerkennung der Selbsterfahrung bei uns für Ärzte in der Facharzt-Weiterbildung: Keine Anerkennung durch die Bayerische Landesärztekammer.

Zur Selbsterfahrung im Gruppenrahmen kommen zu uns Teilnehmer mit unterschiedlicher Motivation:
  1. Ärzte, die sich in der psychiatrischen, psychosomatischen oder in der Zusatzbezeichnungs-Weiterbildung befinden


  2. Psychologische Psychotherapeuten, die eine Abrechnungsbefähigung für Gruppentherapie erwerben wollen


  3. Ärztliche oder psychologische Fachkollegen, die im Bereich Psychotherapie oder Gruppentherapie arbeiten und zur Fortbildung1 kommen. In diesem Falle geht es darum, dass eine frühere Selbsterfahrung und entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten aufgefrischt oder erweitert werden. Dies kann grundsätzlich in häufigeren Teilnahmen erfolgen.


  4. Privatpersonen in ganz unterschiedlichen persönlichen und beruflichen Verhältnissen, die sich mit ihrer Lebenssituation, ihrer Beziehungssituation oder mit der Weiterentwicklung ihrer sozialen Emp-findsamkeit und sozialen Kompetenz unter professioneller Begleitung beschäftigen möchten.



Für denjenigen Personenkreis, der zur Aus- oder Weiterbildung kommen möchte, gilt folgendes:
  1. Weiterbildung für Ärzte (Facharzt/-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie bzw. für Psy-chotherapeutische Medizin oder Zusatzbezeichnung Psychotherapie oder Psychoanalyse) und Psychologische Psychotherapeuten/-therapeutinnen.

    1. Ärzte:

      Die Teilnahme in Altaussee versteht sich als ein Baustein im Rahmen verschiedener Aus- und Weiterbildungsgänge der Fachgesellschaften und kann im Rahmen der Facharztweiterbildung benutzt werden. Da die Weiterbildungsregelungen für Ärzte/Ärztinnen in Deutschland in den einzelnen Bundesländern verschieden sein können, empfiehlt es sich, vorher bei dem/der für Sie zuständigen zur Weiterbildung befugten Arzt/Ärztin um die Anerkennung der Selbsterfahrungsteilnahme in Altaussee zu bitten. Bitte lassen Sie sich also genehmigen, dass Sie in Altaussee die Selbsterfahrung unter der Leitung eines/einer Arztes/Ärztin durchführen möchten, der/die in einem anderen Kammerbereich zur ärztlichen Weiterbildung befugt ist und bei uns als Leiter von Selbsterfahrungsgruppen tätig ist (Herr Dr. Ardjomandi und Herr Dr. Peter Subkowski gehören als befugte Ärzte zur Ärztekammer Niedersachsen, Frau Dr. Berghaus zur Ärztekammer Hamburg, Herr Dr. Herzog zur Ärztekammer Baden-Württemberg, Herr Prof. Janssen zur Ärztekammer Westfalen-Lippe, Herr Dr. Meinhard Korte zur Ärztekammer Hessen, Frau Dr. Böhme, Frau Dr. Moini-Afchari, Herr Dr. Potthoff und Frau Dr. Volz-Boers zur Ärztekammer Nordrhein).

      Bei Ärzten, die z. Z. im Krankenhaus im Rahmen ihrer Weiterbildung zum/zur Facharzt/Fachärztin arbeiten, ist die Genehmigung einzuholen in der Regel beim (bei der) leitenden Arzt/Ärztin der Kli-nik, damit die Teilnahme an der Selbsterfahrung dann später Bestandteil eines Weiterbildungs-Gesamtzeugnisses wird. Das Gesamtzeugnis wird i. d. R. vom (von der) Klinikleiter/in ausgestellt.

      Wer als Arzt /Ärztin eine Zusatzbezeichnung anstrebt, sollte sich an eine(n) von der zuständigen Ärztekammer zur Weiterbildung befugten Arzt/Ärztin wenden: Bei den meisten Kammern wird die Zusatzbezeichnungs-Weiterbildung unter der Leitung einer solchen Person, d. h. eines dazu befugten Arztes / einer Ärztin durchgeführt, der/die schließlich ein Gesamtzeugnis ausstellt. - Ausnahme: Bei einigen wenigen Ärztekammern ist die Ausstellung eines Gesamtzeugnisses für die Zusatzbezeichnung nicht vorgesehen. Hier erwartet die Kammer, dass alle Teilschritte ihr im einzelnen nachgewiesen werden. In einem solchen Fall sollte die Genehmigung der Teilnahme an der Altausseer Gruppenselbsterfahrung bei der Kammer eingeholt werden. Gegenstand der so eingeholten Genehmigung sollte sein, dass die Selbsterfahrung unter der Leitung eines/einer von einer anderen Kammer befugten Arztes/Ärztin bei uns durchgeführt wird (wie oben namentlich aufge-führt). - Wir möchten erwähnen, dass es sinnvoll und üblich ist, die Unterschriften von befugten Ärzten/-innen unter den verschiedenen Kammern anzuerkennen.


    2. Psychologen:

      Für Psychologische Psychotherapeuten kann die Teilnahme in Altaussee zum Erwerb einer Abrechnungsberechtigung für Gruppentherapie im Kassenrecht genutzt werden. Die Weiterbildungskompetenz liegt auch hier (wie bei der ärztlichen Weiterbildung) bei den zuständigen zur Weiterbildung befugten Ärzten und Lehrtherapeuten Ihres psychotherapeutischen Ausbildungsinstituts (Lehrtherapeuten können Ärzte oder Psychologische Psychotherapeuten sein). Mit einer entsprechenden Bescheinigung eines solchen befugten Arztes/Lehrtherapeuten kann die Abrechnungsge-nehmigung bei der Kassenärztlichen Vereinigung beantragt werden. Falls Sie also als Psychologischer Psychotherapeut eine Abrechnungsbefugnis für Gruppenverfahren erwerben wollen, empfehlen wir Ihnen die Teilnahme in einer Selbsterfahrungsgruppe bei einem unserer zur Weiterbildung befugten Ärzte (Dr. Ardjomandi, Frau Dr. Berghaus, Frau Dr. Böhme, Dr. Herzog, Prof. Janssen, Dr. Korte, Frau Dr. Moini-Afchari, Dr. Potthoff, Dr. Subkowski, Frau Dr. Volz-Boers) oder bei einem der bei uns tätigen psychologischen Lehrtherapeuten (Prof. Hayne, DPV Köln-Düsseldorf, Dipl.-Psych. Knauss, Prof. Lindner, DPG Hamburg, Frau Dr. Mahler-Bungers, DPV Kassel, Frau Dipl.-Psych. Seidl, DPV München). Auch für die Psychologischen Psychotherapeuten empfiehlt es sich, vorher bei ihrem Ausbildungsinstitut die Anerkennung der Selbsterfahrungs-Teilnahme bei dem/der zur Weiterbildung befugten Arzt/Ärztin genehmigen zu lassen. Dabei weisen Sie sinnvoller Weise darauf hin, dass die Selbsterfahrung bei uns geleitet wird von zur Aus- und Weiterbildung befugten Ärzten bzw. Psychologischen Lehrtherapeuten, die an staatlich anerkannten Ausbildungsinstituten akkreditiert sind.


      1. Zu den Anrechnungsmöglichkeiten in Deutschland (nach Absprache mit dem zuständigen Weiterbildungsleiter):


      2. Grundsätzlich muss für die verschiedenen Facharzt- bzw. Zusatzbezeichnungs-Weiterbildungen die folgende Selbsterfahrung nachgewiesen werden:

        Arzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
        • 150 Stunden Einzelselbsterfahrung sowie zusätzlich
        • 70 Doppelstunden Gruppenselbsterfahrung (zu erfüllen durch dreimalige Teilnahme in Altaussee)

        Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie
        • 150 Stunden Einzelselbsterfahrung oder
        • 70 Doppelstunden Gruppenselbsterfahrung (z.B. durch dreimalige Teilnahme in Altaussee)

        Arzt / Zusatzbezeichnung "Psychotherapie", "Psychotherapie, fachgebunden"
        • 150 Stunden Einzelselbsterfahrung für "Psychotherapie" bzw.
        • 100 Stunden für "Psychotherapie, fachgebunden" oder
        • 70 Doppelstunden Gruppenselbsterfahrung für "Psychotherapie" (dreimalige Teilnahme in Altaussee)
        • bzw. 50 Doppelstunden für "Psychotherapie, fachgebunden" (zweimalige Teilnahme in Altaussee)
        • Theorie sowie Supervision
          Sofern dieser Personenkreis in Gruppenpsychotherapie tätig werden will, muss der KV eine Weiterbildung in Gruppenverfahren nachgewiesen werden im Umfang von:
        • 60 Doppelstunden Gruppenselbsterfahrung
        • 24 Doppelstunden Theorie sowie Supervision

        Arzt / Zusatzbezeichnung "Psychoanalyse"
        • Einzel-Lehranalyse mindestens 250 Stunden, dreimal pro Woche
          Falls Gruppentherapie mit Kassen abgerechnet werden soll, müssen der KV nachgewiesen werden:
        • 60 Doppelstunden Gruppenselbsterfahrung (3 mal Altaussee)
        • 24 Doppelstunden Theorie sowie Supervision

        Psychologische Psychotherapeuten
        Wer nach den Psychotherapie-Richtlinien Gruppentherapie durchführen will, muss der KV Weiterbildung in Gruppenverfahren nachweisen:
        • 40 Doppelstunden Gruppenselbsterfahrung für tiefenpsychologisch fundierte bzw.
        • 40 Doppelstunden Gruppenselbsterfahrung für analytische Gruppentherapie
          (jeweils 2 mal Altaussee)
        • 24 Doppelstunden Theorie und 40 Stunden Supervision einer eigenen Gruppe.
          Wer als psychologischer Psychotherapeut mit analytischer Ausbildung Gruppentherapie durchführen möchte, dem wird empfohlen, Selbsterfahrung in tiefenpsychologisch fundierter und analytischer Gruppentherapie zu erwerben.

      3. Anerkennung in Österreich


      4. Analytische Gruppenpsychotherapie ist ein in Österreich staatlich anerkanntes, eigenständiges Therapieverfahren. Die Ausbildung in Altaussee kann als Teilschritt zur Zulassung / Eintragung in das Psychotherapeutenregister genutzt werden. Die Veranstaltung ist approbiert durch die Österreichische Ärztekammer.

        Zu den Anrechnungsmöglichkeiten für Ärzte in Österreich:

        Grundsätzlich muss für die Facharztausbildung "Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin" bzw. Zusatzbezeichnung "Psychotherapeutische Medizin" die folgende Selbsterfahrung nachgewiesen werden:
        • Gruppenselbsterfahrung (140 AE)
        • Einzelselbsterfahrung (50 AE)
        50 Stunden Gruppenselbsterfahrung werden durch die einmalige Teilnahme an einem einwöchigen Workshop der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Gruppenanalyse in Altaussee absolviert. Für die verbleibenden 90 Stunden Selbsterfahrung stehen 3 Optionen zur Wahl:
        • Weitere 2 Workshops der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Gruppenanalyse in Altaussee
        • fortlaufende analytische Gruppenselbsterfahrung
        • zusätzliche Einzelselbsterfahrung

      5. Anerkennung in der Schweiz


      6. Im Rahmen der ärztlichen FMH bzw. der psychologischen Ausbildung nach Absprache mit dem zuständigen Weiterbildungsleiter.

  2. Zertifikat in analytischer bzw. tiefenpsychologisch fundierter Gruppenpsychotherapie


  3. Für Mediziner, Psychologen und Angehörige sozialer/pädagogischer Berufe besteht die Möglichkeit, ein spezielles Zertifikat in Gruppenpsychotherapie bei uns zu erwerben. Ein solches Zertifikat wird von vielen unserer Teilnehmer angestrebt, und zwar zusätzlich zu den oben unter I. angegebenen Zielen: Das Zertifikat hat sich als günstig für Bewerbungen in verschiedenen Laufbahnschritten erwiesen. Zum Erwerb des Zertifikats gehört im einzelnen:

    1. Viermalige Workshop-Teilnahme als Gruppenmitglied
    2. Dreimalige Teilnahme als Beobachter
    3. Dreimalige Teilnahme als Coleiter
    4. Teilnahme an einer kontinuierlichen analytischen Selbsterfahrungsgruppe (100 Doppelstunden)
    5. eine analytische Einzelselbsterfahrung (Mindestumfang 300 Stunden)
    6. der Erwerb von erweiterten Theoriekenntnissen, zusätzlich an einer externen Einrichtung, über 80 Doppelstunden
    7. Durchführung einer eigenen Gruppenleitung über 80 Sitzungen unter Supervision durch Gruppenlehranalytiker (Liste beim Sekretariat erhältlich).


    Das Zertifikat kann zur Aufnahme in den Deutschen Arbeitskreis für Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik (DAGG), d.h. in den wichtigen gruppentherapeutischen Berufsverband benutzt werden, und zwar in die Sektion „Klinik und Praxis“ oder „Analytische Gruppenpsychotherapie“.

    Erläuterungen: Während der viermaligen Workshopteilnahme als Gruppenmitglied und damit auch der entsprechenden
    Selbsterfahrung in Altaussee kann der weitere Ausbildungsgang, der zum Zertifikat führen soll, beantragt werden 2. Dazu sind folgende zusätzliche Schritte erforderlich:

    1. Für die Zulassung als Beobachter:


      • Die Erstellung von zwei Referaten für die Theorieseminare (während der ersten vier Workshops, an denen der Kandidat teilnimmt). Es wird Wert darauf gelegt, hierbei besonders interessierende Thesen zum jeweiligen Thema mit einer eigenen Stellungnahme herauszuarbeiten auf dem Hintergrund der gruppenanalytischen und psychoanalytischen Theorie. Es ist auch möglich, statt dieser zwei Referate nur eines anzufertigen und zusätzlich einen Bericht über das gesamte Theorieseminar des Workshops maschinengeschrieben dem Sekretariat zur Verfügung zu stellen: die Referate spätestens 4 Wochen vor Beginn des entsprechenden Workshops; die Berichte umgehend nach Beendigung des Workshops.
      • Die zweimalige Darstellung von Fällen aus dem eigenen Berufsfeld im Supervisionsseminar (während der ersten vier Workshops, an denen der Kandidat teilnimmt). Für Teilnehmer, die noch keine eigenen Gruppentherapien durchführen, ist die Darstellung eines Gruppenproblems, z.B. aus dem Arbeitsteam, dessen Mitglied sie selbst sein können, u.ä. möglich.
      • Schriftlicher Antrag vor demjenigen Workshop, an dem über die Zulassung als Beobachter entschieden werden soll. Dieser Antrag ist mit der Workshop-Anmeldung zu übersenden und sollte folgendes enthalten:

        -persönlichen Werdegang mit einer ausführlichen Schilderung der prägenden Erfahrungen und Entwicklungsschritte bis zur Gegenwart

        -tabellarischen beruflichen Werdegang
      • Zwei Zulassungsinterviews durch Gruppenleiter in Altaussee, zu denen keine analytische Beziehung besteht oder bestand.


    2. Im Status des Beobachters:


      • Teilnahme an Supervisionssitzungen nach jeder Gruppensitzung und im Rahmen der Staffsitzungen
      • Die Erstellung eines schriftlichen Referates im Fortgeschrittenen-Theorieseminar zum jeweiligen Thema. Dieses Theoriepapier wird vom Staff mit "positiv" oder "negativ" bewertet. Bei einer negativen Beurteilung kann ein neues Thema bearbeitet werden.
      • Mündlicher Bericht über eine eigene Grupppenleitung, der vom Leiter des Fortgeschrittenen-Seminars positiv bewertet werden muss.
      • Zwei schriftliche Berichte über die Gruppen, die im Beobachterstatus bei einem Workshop in Altaussee begleitet werden. Diese sind jeweils innerhalb einer 2-Monatsfrist nach Beendigung des jeweiligen Workshops dem Gruppenleiter sowie dem Sekretariat zu übersenden.

        Liegt der schriftliche Bericht eines Beobachters innerhalb der 2-Monatsfrist nicht vor, kann die betreffende Beobachtung nicht als Teil des Weiterbildungsganges anerkannt werden (in diesem Fall wäre es notwendig, dass der Teilnehmer noch einmal beobachtet und hierüber einen Beobachterbericht zur Verfügung stellt).


    3. Für die Zulassung als Coleiter:


      • ein schriftlicher Antrag zusammen mit der Anmeldung zu demjenigen Workshop, in dem der Kandidat zum 3. Mal Beobachter ist.
      • Die Entscheidung über die Zulassung als Coleiter erfolgt durch die Konferenz der Gruppenleiter.

        Coleiter sind Gruppenleiter unter Supervision. Sie entrichten eine Supervisionsgebühr in Höhe von EUR 485 € zum jeweiligen Workshop.

        Coleiter nehmen zur Reflexion der Gruppenprozesse an Supervisionssitzungen nach jeder Gruppensitzung sowie im Rahmen der Staffsitzungen teil.


    4. Vor Abschluss sind außerdem nachzuweisen:


      • eine analytische Einzelselbsterfahrung (Mindestumfang 300 Sitzungen)


      • eine externe kontinuierliche analytische Gruppenselbsterfahrung (100 Doppelstunden)

        Die Einzel- und die Gruppenselbsterfahrung müssen bei einem/einer anerkannten Analytiker/-in erfolgen, der/die Mitglied bei einer durch die Arbeitsgemeinschaft anerkannten Fachgesellschaft ist.


      • Theoretische Kenntnisse auf dem Gebiet der Psychoanalyse, die an einem DGPT-Institut oder (in anderen Ländern) an einem entsprechend anerkannten Institut erworben wurden (Mindestumfang 80 Doppelstunden extern, zusätzlich zu den Theorieseminaren der Workshops, die 30 Doppelstunden umfassen).


      • Über die Coleitung hinaus, die in Altaussee erfolgt, muss eine eigene Gruppe über 80 Doppelstunden unter Supervision (40 Stunden) geleitet werden. Einzelheiten können bei der Arbeitsgemeinschaft er-fragt werden. Es steht dem Kandidaten frei, diese Gruppenleitung in einer niedergelassenen Praxis oder im Rahmen einer klinischen Institution durchzuführen. Die Supervision soll bei einem Lehranaly-tiker/einer Lehranalytikerin in der Sektion Analytische Gruppenpsychotherapie im DAGG, ÖAGG bzw. einer entsprechenden Gesellschaft in anderen Ländern erfolgen.


Die Weiterbildung kann erst abgeschlossen werden, wenn der Kandidat seine Einzel- und seine Gruppenanalyse beendet hat. Ausnahmen sind möglich und müssen beim Staff gesondert beantragt werden.

Stand: Februar 2017


1
Fortbildung
bedeutet die fortlaufende, im Prinzip lebenslang immer wieder durchgeführte Auffrischung von beruflichen Kenntnissen und Fähigkeiten.

Ausbildung bedeutet den Erwerb eines eigentlichen Berufes. So kann z.B. über die Ausbildung in Gruppenanalyse in Österreich der Beruf des Psychotherapeuten erworben werden. In Deutschland können Psychologen eine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten erhalten.

Weiterbildung bedeutet die zusätzliche spezialisierte Qualifikation in einem oder mehreren Verfahren, die auf einem entsprechenden Grundberuf aufbaut: Facharzt bzw. Zusatzbezeichnung bei Medizinern, Facharzt bzw. Zusatzbezeichnung bei Medizinern, Gruppenpsychotherapie bei Psychologischen Psychotherapeuten.

2
Die meisten Teilnehmer bevorzugen als Termin für die Zulassungsinterviews das 4. Workshop, an dem sie teilnehmen. Sie haben dann ein differenziertes Bild von allen Einzelheiten der Weiterbildung in Altaussee.